Wwoofer*innen 2021

For the record, I haven't been at Eulenhof constantly from midsummer until now. After a one month stay I returned to Copenhagen, but soon missed all the good stuff of Eulenhof, so I took the train back down south. But enough about me, let me try to describe the farm so I can hopefully convince one or two readers to make Eulenhof their next destination.

photo 2021 09 07 14 44 10First of all, the surroundings of the farm are very beautiful. Eulenhof is placed right on the edge of the Schwarzwald and within a two minute walk of the Rhine. Some people liked to go swimming there, but I've grown so accustomed to the salty waters of Øresund that I couldn't make myself go much more out than until my navel. Besides that, the current is strong. Watch out, you don't want to end your days washed up on the shores of Basel, stuff's expensive as hell down there, on the other side of the borders of the union! Jokes aside, if you want to feel like a citydweller during your time here, I suggest you grab a bike and go to the lovely city of Waldshut, which I'm pretty sure has an ice cream shop for every tenth inhabitant, but don't quote me on that.

Trips to the Swiss Alps are also frequently arranged. I was lucky enough to join one on the very second day of being here, and it was a little weird being scared to death while being a wee bit homesick on the top of a crazy big mountain, in the company of people I had only just met, but they were fortunately very nice and talkative. Being nice and talkative seems to be a trend on the farm. The view was incredible from up there. Asides from hiking, there are lots of stuff to do in the freetime: Starting and finishing projects in the Villa, going to local theater plays, climate demonstrations, making a bonfire, watching a movie or enjoying flamboyant towel shows in one of the many sauna themeparks of the area just to name only a few activities.

I think that my experience here has introduced me to such an amount of different exciting ideas and fantastic people, that I won't be able to really realise it before I'm back in the busy smelly city for good. But then again, I can always come back to Eulenhof!

I'm leaving Eulenhof in excactly a week, and I know that I'm going to miss all the fun and interesting people of the farm, and I'm going to miss the kind and powerful duo of Ulli and Markus! I'm especially going to miss feeling like a part of a healthy and natural ecosystem, and feeling like I have an influence and a grip on the ways of the chickens and plants and seeds and crops of the whole area. A turning point in my stay here, was the moment I became aware of and interested in how the veggies were doing. My relation to my food will probably be forever influenced by the discoveries I've made here. Yes, that's what I have to say. Hope that you will consider going to Eulenhof, maybe we'll meet sometime!

Jérémie aus Frankreich schreibt: Danke euch, Markus und Ulli. Danke, dass ihr mich und alle die etwas lernen und entdecken möchten willkommen geheißen habt. Danke für eure Großzügigkeit und für alles, was ihr mir gebracht habt.jeremie2

-          Zurück zur Erde: Arbeiten mit den Händen befreit den Geist und ermöglicht an die Welt, an sich und an seine Beziehung zur Welt zu denken. Dieses Nachdenken wurde auch durch die Natur und die Leute beeinflusst.

-          Eine andere Landwirtschaft, die noch unbekannt für mich war: Ich hatte noch nie in einer Biogärtnerei gearbeitet. Ich war sehr zufrieden die Arbeitsmethode und die Theorie zu lernen.

-          Eine Konzentration positiver Wellen: Die Personen, die ihr seid und die in der Nähe von euch sind, sind wirklich reich innenweise und wohlwollend. Die verschiedenen Meinungen, Kulturen und Erfahrungen machen aus dem Eulenhof einen surrealistischen und reinen Ort. Diese Mischung ermöglicht einen anderen Blick auf die Welt.

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-          Eine andere Art zu essen: Ich habe bei euch eine ganz neue Ernährung probiert, von der ich glaubte, dass sie unausgewogen ist. Jetzt kann ich sagen, dass sie das totale Gegenteil ist. Außerdem ist sie leckerer, gesünder und umweltfreundlicher. Ich werde versuchen dieser Ernährung näher zu kommen: Mehr Bio, frisches und lokales Obst und Gemüses, weniger oder kein Fleisch, weniger Kuhmilch, mehr pflanzliche Proteinquellen, mehr Getreide, Nüsse und Hülsenfrüchte und mehr rohe Nahrungsmittel.

-           Eine andere Vision eines Unternehmens, das auf Freiwilligkeit, Vertrauen und gegenseitiger Hilfe basiert ist: Der Eulenhof funktioniert dank einer besonderen Beziehung zwischen euch und euren Gärtnern. Sie geben euch zurück, was ihr ihnen gebt. Ich wünsche mir, dass immer mehr Unternehmen diese Philosophie wählten, aber es ist leider nicht so. Ich werde jedoch versuchen, diese Denkweise in meinem Betrieb einsetzen.

-          Eine Pause, die mir ermöglicht hat, über mich selbst, meine Gegenwart und meine Zukunft nachzudenken: Dank des Eulenhofs, der Personen und der Stimmung habe ich mein Selbstvertrauen und meine Selbstakzeptanz verbessert. Ich habe auch jetzt den Wunsch, mich in Sozialen/Umweltfreundlichen Projekten (in der Politik oder in einem Verein) zu engagieren. Und ich bin ebenso sicher, dass ich nicht weit weg von der Natur leben kann. Ich brauche eine “Naturdosis”, um mich gut zu fühlen. Ich frage mich immer mehr, ob ich meines Vaters Hof nicht übernehmen werde. Aber ich weiß auch, dass ich in Materialwissenschaft arbeiten will. Ich muss noch für meine Zukunft eine gute Balance finden.

-          Die Verbesserung meiner Deutsch-Englisch-Spanisch- Kenntnisse: So viele verschiedene Kulturen, Sprachen und Akzente zwangen mich, mich anzupassen und mein Verständnis und meine Sprache zu verbessern. Alle haben mir geholfen. 

            Schließlich möchte ich euch noch einmal danke schön sagen, für das, was ihr mir gegeben habt aber auch dafür, was ihr allen gebt. Der Eulenhof ist wie ein unbeugsames Gallier Dorf, das sich noch immer gegen Kapitalismus und die individualistische Welt widersetzt. Ich wünsche euch nur das Beste, viele liebe Grüße, Jérémie CHATELAINS

Sarah aus Norddeutschland schreibt: Hi, ich bin Sarah und habe in diesem Jahr vom Mai bis zum Juli auf dem Eulenhof gelebt,bio wt10 gearbeitet und habe dort viel lernen und erleben dürfen. Durch die alltägliche Arbeit mit und in der Natur hat sich in dieser Zeit vor allem mein Bezug und meine Verbindung zur ihr wieder gestärkt, was total schön und wertvoll für mich ist und eine ganz andere, intensivere Lebensqualität in meinen Alltag gebracht hat. Es hat Spaß gemacht, mich endlich mal mit einem solch lebensgrundlegenden Thema, der Landwirtschaft, zu befassen. So habe ich solche Basics gelernt, wie die Pflanzen überhaupt aussehen, an denen unser Essen wächst oder welches Gemüse gerade in der Saison ist. Rückblickend ist es total absurd, dass ich so etwas vorher nie gelernt habe. Somit habe ich nun nach meiner Zeit auf dem Hof einen ganz anderen, bewussteren und viel wertschätzenderen Bezug zu meinem Essen, der Landwirtschaft und der Natur. Die beiden Aspekt, diese Basics zu lernen und wieder mehr Verbundenheit mit der Natur zu fühlen, sind für mich sehr wertvoll und ich bin dankbar, sie von meiner Zeit auf dem Eulenhof mitnehmen zu können in mein weiteres Leben.

SarahEuhusDas Leben auf dem Hof wird natürlich auch sehr durch all die verschiedenen Menschen, die dort leben und/oder arbeiten geprägt. Mit Ulli und Markus erlebt man eine unglaubliche Großzügigkeit, ganz egal, ob es um den tollen Vorratsraum und all das Essen geht, an dem man sich frei bedienen darf, um gemeinsame Ausflüge oder die Großzügigkeit, die sich in Gesprächen und im Zwischenmenschlichen versteckt. So schön zu spüren ist auch ihre Motivation und Leidenschaft gegenüber ihrer Arbeit, dem Umweltschutz sowie anderen gesellschaftlich wichtigen Themen und ihre große Bereitschaft, ihr Wissen über all diesen Themen zu teilen und weiterzugeben. Auch ihre Offenheit und ihr aufrichtiges Interesse und Wohlwollen gegenüber uns Wooferinnen und Woofern, finde ich sehr besonders.

Auch die anderen Menschen die auf dem Hof arbeiten und die ich kennenlernen durfte, haben meine Zeit dort sehr besonders gemacht. Es gab viele schöne, lustige Momente bei der Arbeit, immer wieder interessante Gespräche, in denen ich viel lernen konnte und es war einfach eine schöne und nette Atmosphäre mit vielen tollen Menschen.

In der Villa mit den anderen Wooferinnen, Woofern und FÖJlerinnen war immer irgendwas los. Wir waren wandern, im Rhein baden, haben Filmabende und sehr regelmäßige Radtouren zu einer Eisdiele in der Nähe gemacht, wir haben zusammen gekocht, sind in die Sauna gegangen, haben Lagerfeuer gemacht … seeehr viele schöne und lustige Momente. Besonders berührt hat mich das gegenseitige Mitgefühl, die Art, wie aufeinander geachtet wurde, wir für einander da waren. Alles in allem war die Zeit auf dem Eulenhof für mich sehr prägend und ich bin sehr dankbar, dass ich diese 3 Monate dort verbringen durfte, lernen durfte und so viel Herzlichkeit und Großzügigkeit erlebt habe.

Emily und Laura aus Paderborn schreiben: Wir sitzen im ICE (an alle Nachfolger*innen (ja, gendern ist wichtig), ÖPNV-Nutzung hat Priorität) und lassen unsere letzten beiden Monate auf dem Eulenhof Revue passieren. Wir freuen uns so sehr an den vielen tiefgreifenden Erfahrungen und wissen gar nicht, wo wir beginnen wollen. Also haben wir uns ein paar Stichpunkte zur Struktur notiert, ganz nach Ulli´s und Laura´s Geschmack ;Demily laura

Da wir im Frühjahr auf dem Hof waren stand vor allem pflanzen, pflanzen, pflanzen (und Gewächshäuser reparieren) auf dem Plan. Der alltägliche Arbeit lässt sich in zwei Kategorien einteilen: Sich wöchentlich wiederholenden und gut strukturierten Aufgaben schließen sich täglich neue an, welche man aus Markus` Liste, mit nach Wichtigkeit extrem visuell steigender Gestaltung, entnehmen kann. ;D. Abenteuergefühl beginnt dann gleich morgens bei der Fahrt vorne auf der Schlepperschaufel rauf auf´s Feld zum Ernten. Anschließendes Richten, Hacken und Kultivieren lädt zu anregenden Diskussionen und Gesprächen ein. Uns beeindruckt dabei immer wieder der so offene, respektvolle und wirklich wertschätzende Umgang untereinander. Es wird sich Zeit füreinander genommen und zugehört (wobei man aufpassen muss, nicht gleich zu tief in die Lebensphilosophie abzuschweifen). Aus diesen Gesprächen konnten wir neue Blickwinkel entwickeln und haben viel für uns mitgenommen. Nach dem Mittagessen (immer selbst geerntet und gekocht, ganz im Sinne der veganen Vollwerternährung!), einer Tasse Kaffee und sehr viel verschiedener Schokolade geht es ab zum Stalldienst. Sobald knapp 500 Eier eingesammelt und Weizen an “those little chickens” verteilt sind, kann es weitergehen.

emily laura lenaAusdauervermögen ist gefragt, aber wie “Arbeit” kamen uns die vielen unterschiedlichen und angenehm abwechslungsreichen Tätigkeiten keinen einzigen Tag vor. Besonders schön waren auch früh abendliche Schlepperfahrten zusammen mit Markus über die Felder. Während er viele spannende und sehr interessante Dinge über die Pflanzen und die Natur erzählt, wird der Boden für die kommenden Tage bearbeitet.

Wenn man sich schließlich von der Arbeit losreißen kann, bieten sich eine Vielzahl von Aktionen: Volleyball (wenn ihr Glück habt, mit Markus dem Profi), in die kleine Sauna gehen, an den Strand am Rhein legen, in den unmittelbar erreichbaren Wäldern spazieren gehen oder einfach eins der vielen spannenden Bücher von der Villa-Fensterbank lesen. Und wenn wir dann abends ins Bett gefallen sind, hatten wir große Vorfreude auf den nächsten Tag und ein wirklich zufriedenes Gefühl im Bauch.

Für uns war die Zeit so unglaublich lehrreich und befriedigend. Wir tragen ein riesiges Päckchen Erfahrungen mit uns und haben so viel Freude an den Möglichkeiten, die wir auf dem Hof hatten. Die beseelte Zufriedenheit und die so motivierende Lebensart von Ulli und Markus ist sehr inspirierend und wir hoffen eine Menge daraus für unseren zukünftigen Lebensweg mitnehmen zu können. Durch den so herzlichen Umgang haben wir uns ungemein wohl gefühlt und konnten uns nur schweren Herzens verabschiedet. Wir sind sehr dankbar für die so prägende Zeit. Wir tragen euch in unseren Herzen. Auf Wiedersehen! Laura + Emily

Amrei aus Freiburg schreibt: Im März 2021 habe ich meine freie Zeit genutzt, um einen langen Wunsch von mir zu erfüllen. Ich bin als WWOOFerin in das Leben einer Gemüsegärtnerei eingetaucht und konnte nicht nur die vielen Arbeiten kennenlernen, sondern auch viele tolle Personen, die in dem Betrieb ihre Leidenschaften einbringen. amrei

März ist tatsächlich ein Monat, an dem die Gemüsesaison so langsam ins Rollen kommt. So war ich die erste WWOOFerin des Jahres und konnte noch ganz gemütlich und entspannt die Ruhe vor dem Sturm kennenlernen. Achtung bei eurem Besuch! Das Wort Sturm und Wind sind ganz unbeliebte Worte auf dem Eulenhof, denn da wird um die Folienhäuser gezittert.

Der letzte Winter war hart im Südschwarzwald. Der schwere Schnee hat in der Gärtnerei so manche Spuren hinterlassen, z.B. an den Folienhäusern. So hatten wir einiges zu tun, um die eingebrochenen und verbogenen Stangen auszutauschen und abzubauen. In den stehen gebliebenen Folienhäusern konnte ich jene Gemüsekulturen kennenlernen, die den Winter über angebaut werden können und damit das erste frische Gemüse des Jahres sind. An kalten und regnerischen Tagen haben wir uns eben in diese Häuser verkrochen, um das Beikraut zu entfernen. Das ist für diese Jahreszeit ein ganz toller Ort, denn hier herrscht fast tropisches Klima.

Ich konnte in den Wochen auf dem Eulenhof verschiedenste Pflanzmaschinen ausprobieren, lernte mit einer großen Holzfräse zu arbeiten, wie ich mit einer Schaufel effizient schaufeln kann, vielfältiges veganes Essen und konnte beobachten, wie schnell eine Suna im Garten gebaut werden kann. Außerdem konnte ich noch so einiges über Hühner erfahren. Wusstet ihr, dass Hühner in einer Hierarchie leben? Außerdem haben sie immer den gleichen Schlafplatz, sie vertragen die Sonne nicht besonders gut und legen in ihren besten Jahren 6,3 Eier/Woche.

Bis heute bin ich noch so begeistert davon, wie gastfreundlich der ganze Eulenhof ist. Das beginnt mit Ulli & Markus, die so viele verschiedenste Menschen auf ihrem Hof mitarbeiten lassen und damit vielen jungen Menschen eine Leidenschaft für die Landwirtschaft entdecken lassen. Die Welt braucht mehr davon! Für eine zukunftsfähige Welt brauchen wir Menschen, die sich für den Lebensmittelkonsum interessieren und entdecken, dass ein ökologischer, saisonaler und regionaler Anbau derzeit ein realistischer Weg ist. Darüber kann am Eulenhof sehr gut diskutiert werden, aber eben im Tun erfahren.

Die Gemeinschaft, die sich auf dem Eulenhof bildet, ist sehr schön und vielfältig. So gibt es FÖJler*innen, Mitarbeiter*innen, Ulli & Markus und so manche ehemalige FÖJler*innen und Wwoofer*innen kommen immer mal wieder gerne zurück für Arbeitseinsätze. Ich habe alle sehr offen erlebt, die einen willkommen heißen, die sich um einen kümmern, die einem die Arbeit zeigen und auch sehr gute und spannende Gesprächspartner*innen sind. Ich wurde jedenfalls sehr gut aufgenommen und fühlte mich sehr schnell wohl in der neuen Umgebung. Darum ein großes Dankeschön an alle, die ich auf dem Eulenhof kennenlernen und von denen ich lernen konnte. Ich hoffe euch auch bald mal als ehemalige WWOOFerin besuchen zu können.