FÖJ Programm

Das FÖJ auf dem Eulenhof

1. Allgemeines zum FÖJ
2. Weiterführende Infos und Links zum FÖJ
3. Erfahrungsberichte ehemaliger FÖJler*innen

Seit 1996 ist der Eulenhof bzw. früher die Sedus Stoll Gärtnerei als Einsatzstelle für FÖJs bei der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg registriert. Anfangs mit nur einer FÖJ Stelle, aber mittlerweile mit zwei Stellen, die jährlich zum 1. September neu besetzt werden.

Tägliche/regelmäßige Arbeiten: 
Die FÖJler*innen arbeiten ein Jahr lang bei den vielfältigen und saisonal wechselnden Aufgaben bei uns auf dem Hof mit. Die Aufgabengebiete umfassen tägliche und regelmäßige Aufgaben wie die Gemüseernte sowie die Vor- und Aufbereitung des Gemüses für den Verkauf. Dazu kommt die mehrmals wöchentliche Mitarbeit auf dem Markt, im Hofladen und beim Richten der Biokisten sowie die Versorgung der die tägliche Versorgung der Hühner (füttern, Eier aus den Nestern nehmen und allgemeine Tierpflege).

sinah marktUnregelmäßige/saisonale Arbeiten:
Gleichermaßen haben die FÖJler*innen die Möglichkeit, bestehende Kenntnisse zu erweitern und neue Fähigkeiten zu erwerben, sei es bei saisonbedingten Aufgaben wie Säen, Pikieren, Pflanzen, Hacken, Setzen von Jungpflanzen und Kulturpflegearbeiten oder bei der Instandhaltung von Ställen, Werkzeug und Maschinen. Auch das Kennenlernen und Durchführen biologischer Pflanzenpflegemaßnahmen gehört dazu.

Bildungs- und Betreuungsprojekte: 

heuwagenSoziale Kompetenzen werden auf unserem Hof intensiv geschult. Die FÖJler*innen leiten übers Jahr verteilt ca. 25 Wwoofer*innen aus aller Welt und junge Waldorfschüler*innen an. Neu dazu gekommen ist 2017 die Zertifizierung zum Lernort Bauernhof, so dass die FÖJler*innen auch in die Planung und Durchführung von Veranstaltungen mit Schulklassen einbezogen sind.
Des Weiteren kooperiert der Eulenhof mit der Stoll Vita Stiftung und ermöglicht es den FÖJler*innen, an verschiedenen Projekten wie dem kleinen Forschertag oder dem Tag der offenen Gartentür aktiv teilzunehmen.

team hacken3 Medium

Einmalige Aktionen und Projekte: Teilnahme an einem Motorsägekurs, Durchführung von Kinderveranstaltungen in den Sommerferien, Naturschutzprojekte, Planung einer Hofführung.

Das wünschen wir uns von dir:
Fähigkeit und Wunsch, nach Einarbeitung selbständig zu arbeiten sowie im Folgeschritt auch Anleitungsfunktionen zu übernehmen, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und hohe soziale Kompetenz. Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu verstehen und eine hohe Motivation, Neues zu lernen sowie eine große Offenheit unserem internationalen Team gegenüber.
Bereitschaft für überwiegend körperliche Arbeit im Freien und regelmäßige Mitarbeit am Wochenende. Führerschein erwünscht. Nur Nichtraucher*innen.

Gemüserichten LydlSophieDas kannst du bei uns lernen: Lernfelder und Bildungsmöglichkeiten: Neben den oben schon erwähnten gärtnerischen Fähigkeiten lernen die FÖJler*innen eigenverantwortliches Arbeiten, sinnvolle Arbeitsorganisation, erhalten einen vertieften Einblick in die betriebswirtschaftlichen Hintergründe sowie Praktikant*innen und WWOOFer*innen anzuleiten. Nebenbei können sie bei uns ihre Sprachkenntnisse auffrischen, da im Sommer bei uns viel Englisch gesprochen wird durch unsere zahlreichen WWOOFer*innen.

Bei uns geht es um mehr als die reine Arbeit in einer Gemüsegärtnerei; für uns ist das ein Lebenskonzept, was wir tun. Wir beschäftigen uns mit den vielfältigsten Themen wie Vollwerternährung, Veganismus, der Pflege des Fairteilers, den wir in Dogern mit aufgebaut haben oder der Essbaren Gemeinde sowie mit Fragen zur Nachhaltigkeit. Zu diesen und weiteren Themen könnt ihr sehr viel von uns lernen und euch selber mit einbringen, experimentieren und engagieren.

Andrea HuehnerSonstige Hinweise: Die FÖJler*innen sind in einem separaten Haus untergebracht, welches sie während der Vegetationszeit mit allen auf dem Hof anwesenden Praktikant*innen und WWOOFer*innen teilen (Hausgemeinschaft mit bis zu 10 weiteren Menschen).

Der Hof liegt am Rande des Dorfes in Fahrradnähe zur großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen, wo auch der Wochenmarkt stattfindet. Es bestehen sehr viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung wie Wandern oder Skilanglauf im Schwarzwald, Schwimmen im Rhein, Ausflüge zum Bodensee, nach Zürich oder Basel mit dem Zug (Dogern hat einen eigenen Bahnhof mit exzellenten Anbindungen). Hier ein wunderschöner Film zur Ferienwelt Südschwarzwald.

Das vollwertige Frühstück findet morgens mit dem ganzen Team bei den „Hofeltern“ statt und mittags wird gemeinsam in der Sedus Werkskantine gegessen (vegetarisches Vollwertessen möglich) bzw. seit diesem Jahr kochen alle mittags zusammen, die sich rein vegan ernähren möchten. Abends verköstigen sich die FÖJler*innen selber. Unser eigenes Gemüse ist für sie kostenlos und unser Keller ist ein kleiner Bioladen, aus welchem sie sich vollständig versorgen können.

Der Urlaub sollte überwiegend im Winter genommen werden. Zum besseren gegenseitigen Kennenlernen ist ein Probearbeitstag erwünscht.

Der Eulenhof auf facebook: www.facebook.com/EulenhofDogern sowie auf https://www.instagram.com/eulenhofdogern/ 

Unten findet ihr Berichte von ehemaligen FÖJler*innen, die einen sehr guten Einblick in die Arbeit, die Anforderungen und das Leben auf unserem Hof geben.

Unsere beiden Plätze für 2022 / 2023 sind besetzt. Bitte keine Anfragen mehr stellen.

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Weiterführende Infos zum Freiwilligen ökologischen Jahr:

www.foej.de und www.foej-bw.de

Presse Carla LauraPressebericht zum FÖJ auf dem Eulenhof Zwei Wochen auf dem Eulenhof haben ausgereicht, um den bisherigen Studienwunsch von Carla Olbrich zu kippen: Biochemie hatte die 19-Jährige aus Tübingen, die seit dem 1. September ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Gemüsegärtnerei in Dogern absolviert, ursprünglich studieren wollen. „Mir wurde klar, dass man dabei viel zu viel Zeit drinnen verbringt, ganz anders als hier.“ Draußen sind Carla Olbrich und ihre FÖJ-Kollegin Laura Kauz tatsächlich beinahe den gesamten Tag über: Egal ob sie auf dem Wochenmarkt Gemüse verkaufen, mit dem Fahrrad Bestellungen ausliefern oder auf dem Feld Kohlköpfe ernten. (Südkurier, 13.10.15)

Bericht über ein FÖJ-Seminar, Juni 2015
Sophia schreibt: Wir haben mit 20 FÖjlern eine Schutzhütte und eine Himmelsliege auf der Nordseite des Feldbergs gebaut. Dazu gehört, buddeln und betonieren der Fundamente, sägen, schleifen, hämmern, nageln, und immer wieder alles austarieren. Erstaunlich, was man mit einer Gruppe ungelernter, aber motivierter Kräfte schaffen kann. Am Ende wurde unsere Arbeit mit einem super Essen und einer Einweihungsfeier gewüdigt. Das Ganze hat wirklich Spaß gemacht, vor allem, weil man am Ende sehen konnte, was man geschaffen hat.

Bericht über ein FÖJ-Seminar, Juni 2012 
Nass und dreckig? Geht schon. 16 junge Leute aus ganz Baden-Württemberg bauen auf dem Felsele Waldspielplatz zwei neue Attraktionen. 

Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg


 

Erfahrungsbericht FÖJlerin Sarah, 2017/2018

Im Folgenden möchte ich versuchen all die Erfahrungen, die ich letztes Jahr gesammelt habe, zusammenzufassen. Doch ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wo ich da anfangen soll. DSC 1059

Vielleicht einfach ganz am Anfang:

Mein FöJ begann wie bei vielen anderen auch am Ende des Sommers, in dem wir unsere Schule gerade beendet hatten und nun auf der Suche nach etwas Neuem (oder einfach irgendetwas) waren. Und da war so ein „FöJ“, von dem man bis dato noch nichts gehört hatte, doch ein ganz wunderbarer Start. Es bot uns etwas Arbeit, ein klein wenig Geld und ein Vertreib gegen die Ahnungslosigkeit unseres zukünftigen Ichs. Doch was ich letztlich bekommen habe war so viel mehr als das.

goldenrulesDer Einstieg in die Arbeitswelt Anfang September 2017 war durchaus anstrengend, zu Teilen auch sehr stressvoll. Ich- komplett gärtnerunerfahren- hörte so einiges Neues über Anbau, Gemüsesorten, Arbeitsleben etc. Neben den ganzen Arbeitsanweisungen, denen man natürlich immer Folge zu leisten hatte (lasse dich NIEMALS beim Tragen einer Kiste ohne Rolli erwischen!), kam dann auch noch das WG-Leben dazu. Da ich bisher noch bei meinen Eltern gewohnt hatte war auch diese Erfahrung komplett neu für mich. Zu Beginn ging ich noch davon aus, dass ich weiß wie man ein Badezimmer putzt, doch schnell lehrte mich Nadine neue und effektivere Methoden. 

Erfahrungsbericht FÖJlerin Nadine 2017/2018

nadine marktFolgenden Rat haben Ulli und Markus uns zu Beginn des FöJs mit auf den Weg gegeben: „Fangt schon früh an eure Vorhaben umzusetzen, ein Jahr ist sehr kurz und es wird schnell vergehen!“. Das habe ich mir zu Herzen genommen und dieses Jahr sehr intensiv und vielseitig genutzt. Dieser Rat spiegelt sich auch in der Arbeitsmoral der beiden wieder, die ich sehr zu schätzen gelernt habe: Markus Sprachmemos, die ihm helfen, wichtige Dinge so schnell es geht zu erledigen, wobei unwichtigere Erledigungen auf der Prioritätenliste auch mal in der letzten Kategorie verschwinden können; und Ulli, bei der es kein Aufschieben gibt und nach Möglichkeit alles sofort oder zeitnah abgearbeitet wird. Denn: was erledigt ist, ist aus dem Kopf.

Erfahrungsbericht FÖJlerin Sophia, 2014/15

wwoofer rheinMeine Beweggründe für ein FÖJ waren dieselben, wie von den meisten anderen. Ein Jahr lang draußen aktiv werden, mit zupacken und dabei praktisch lernen. Auf dem Eulenhof kann das auf jeden Fall umgesetzt werden.

Mein FÖJ begann im September 2014 – Hochsaison. Ich hatte erstmal keine Ahnung von irgendetwas und war immer dankbar, wenn man mich Kartoffelsäcke oder Tomatenbeutel abpacken ließ, denn das konnte ich mit der Zeit auch richtig schnell. (Arbeitseffizienz ist eines der Dinge, die man als FÖJler auf dem Eulenhof auf jeden Fall lernt.) Lieferscheine schreiben, Hühner am Abend nicht vergessen, EBCO mit zum Frühstück nehmen, Christiani vor dem Frühstück raus stellen… es gibt einiges, das man vergessen kann.

Erfahrungsbericht FÖJlerin Lydia, 2014/15

lydia rettichHalli Hallo,

ich bin Lydia, 20, eigentlich aus Berlin und war vom letzten September (2014) bis heute (01.09.2015) auf dem Eulenhof in Dogern und habe dort mein FÖJ gemacht.

Von der Großstadt aufs Land, das klingt vielleicht für den einen oder Anderen komisch, aber es war die richtige Entscheidung! Der Schwarzwald hat es mir angetan!

Ökiglück Maya, 2015

Ich hatte das Glück im öki-glück auf dem Eulenhof in Dogern arbeiten zu dürfen! Das Öki-Glück Maya Oekiglueck
ist ein Einsatzstellentausch während des FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr). Ich konnte den Alltag in einer biologischen Gemüsegärtnerei kennenlernen - habe gejätet, gepflanzt, geerntet und auf dem Markt mitgeholfen.