Erfahrungsbericht FÖJlerin Laura, 2015/16

Nach zwei Wochen Markt vorbereiten, durfte ich dann mit Ulli auf meinen ersten Markt. Endlich habe ich verstanden, warum ich was wie und warum richten sollte. Mit den Nachbarständen verstand man sich schnell gut und auch die Kunden waren offen und freundlich. Welchen Markt ich nie vergessen werde, ist der am 23.12.15 an dem wir über 20 Kilo Feldsalat verkauft hatten! Ob es im Sommer Erdbeertörtchen gab oder im Winter leckeres heißes Wasser, haben mir die Märkte immer sehr gefallen und viel Spaß gemacht.

carla Laura SmallDonnerstags durfte ich mit Andreas bald Abokisten packen, was mir immer sehr viel Freude bereitet hat. Das Packen war eine neue Aufgabe für mich, aber nach einer gewissen Zeit ging das gut von der Hand. Diese Tage waren sehr unterhaltsam und ich habe sie genossen. Gegen Ende des Jahres war ich auch öfters die Kisten ausfahren und habe auch dann endlich verstanden, was ich da packe und für wen. Das Ausfahren war mit Andreas und seinen Kinderhörbüchern auch immer spannend. Sowie alle Gespräche mit ihm.

Doch meine erste Tour habe ich mit Edith gemacht und ich hatte keine Ahnung wie das wohl abläuft. Wir  haben eine längere Zeit gebraucht, aber schon beim nächsten Mal lief es unglaublich gut und die weiteren Male umso besser. Mit Edith war es immer sehr schön zu arbeiten. Gerade die Fahrten waren meisten entspannt. Aber es war auch schön mit ihr ernten zu gehen, zu richten oder Tomaten hochzubinden. Und als Edith Urlaub hatte sind wir sogar alleine ernten gegangen:)

An einem Sonntag bin ich mit Markus säen gegangen, da mich dieser Teil auch sehr interessiert hat. Irgendwann durfte ich dann eggen und es wurde schon bald dunkel, aber ich wollte einfach nicht aufhören, weil es so Spaß gemacht hat. Im Verlauf des Jahres hat mir Markus immer mehr gezeigt und dann durfte ich grubbern, pflügen, mulchen, eggen, abflammen, pflanzen...auf jeden Fall eine Menge. Es hat mich sehr gefreut, dass Markus und Ulli mir die Möglichkeit dafür gegeben haben. Laura Schlepperchen2 Small

Die Urlaubszeit von Ulli und Markus war eine Herausforderung, aber auch diese haben wir gemeistert und ich fand es auch spannend für diese Zeit Verantwortlich zu sein. Dabei habe ich auch noch viel mehr Zusammenhänge erkannt und gelernt. Ulli musste uns natürlich viel zeigen und erklären wieder mit viel Geduld, doch es war eine tolle Erfahrung.

Das ganze Jahr über hatte man Unterstützung von Chrissi. Er wusste immer wo was liegt oder steht. Versüßt hat er die Tage durch seine gute Laune, seine laute Musik oder seine kreative Ausdrucksweise, wie zum Beispiel Hornschlitten oder Büchsenmelker. Das Chrissi am Hof arbeitet finde ich sehr schön und auch er macht den Alltag dort noch abwechslungsreicher als er ohnehin schon ist.

Genauso wie die vielen Woofer das Leben in der Villa abwechslungsreich machten. Im Laufe des Jahres hatte ich mich immer mehr daran gewöhnt verschiedenste Menschen im Haus zu haben und ich habe es immer mehr genossen. Ich habe einfach sehr viele tolle Menschen kennengelernt. Natürlich ist es nie einfach den Haushalt mit vielen verschiedenen Menschen zu führen, aber auch das haben Carla und ich größtenteils gut gemeistert. 

Wir beide haben uns sowieso von Anfang an sehr gut verstanden, was vieles erleichtert hat. Sowohl das Arbeiten, als auch das Zusammenleben hatte sofort harmoniert und das auch bis zum Ende und darüber hinaus!

Ich habe immer gerne mit allen am Hof gearbeitet und die Atmosphäre war auch einfach immer gut. Ulli und Markus treten einem mit so viel Offenheit und Vertrauen entgegen, dass man sich ganz schnell als Teil des Hofes fühlt. Am Eulenhof wurden mit einfach viele Möglichkeiten geboten und ich habe viele Erfahrungen gesammelt, die mich auch weiter begleiten werden. Es war ein schönes und wichtiges Jahr für mich und ich bin allen am Hof sehr dankbar dafür.