FÖJ Programm

Seit 1996 ist der Eulenhof bzw. früher die Sedus Stoll Gärtnerei als Einsatzstelle für FÖJs bei der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg registriert. Anfangs mit nur einer FÖJ Stelle, aber mittlerweile mit zwei Stellen, die jährlich neu besetzt werden.

Tägliche/regelmäßige Arbeiten:
Die FÖJler/innen arbeiten ein Jahr lang bei den vielfältigen und saisonal wechselnden Aufgaben bei uns auf dem carlaaufsteller2 Small Hof mit. Die Aufgabengebiete umfassen tägliche und regelmäßige Aufgaben wie die tägliche Gemüseernte sowie die Vor- und Aufbereitung des Gemüses für SEDUS und andere Kunden. Dazu kommt die tägliche Versorgung der Hühner (füttern, Eier aus den Nestern nehmen und allgemeine Tierpflege) sowie die Mitarbeit auf dem Markt und im Hofladen sowie beim Richten der Biokisten.

sinah marktUnregelmäßige/saisonale Arbeiten:
Gleichermaßen haben die FÖJler/innen die Möglichkeit, bei saisonbedingten Aufgaben wie säen, pikieren, pflanzen, hacken, setzen von Jungpflanzen und Kulturpflegearbeiten aber auch der Instandhaltung von Ställen, Werkzeug und Maschinen sowie dem Kennenlernen und Durchführen biologischer Pflanzenpflegemaßnahmen bestehende Kenntnisse zu erweitern und neue Fähigkeiten zu erwerben.

Bildungs- und Betreuungsprojekte:
Soziale Kompetenzen werden auf unserem Hof intensiv geschult. Die FÖJler/innen betreuen nicht nur das einmal wöchentlich stattfindende Projekt mit Förderschüler/innen der Waldtorschule, sondern leiten über die Saison verteilt ca. 30 Wwoofer/innen aus aller Welt und junge Waldorfschüler/innen an.team hacken3 Medium

Einmalige Aktionen und Projekte:
Die FÖJler/innen werden in die Anbauplanung mit einbezogen, ziehen Bodenproben und werten diese aus. Einmal im Jahr organisieren sie einen Tag auf unserem Hof für Dogener Kinder (Dokiso) und organisieren ein FÖJ-Treffen (von ehemaligen, derzeitigen und zukünftigen FÖJ´s).

Gemüserichten LydlSophieLernfelder und Bildungsmöglichkeiten:
Neben den oben schon erwähnten gärtnerischen Fähigkeiten lernen die FÖJs eigenverantwortliches Arbeiten, sinnvolle Arbeitsorganisation sowie Praktikanten und WWOOFer anzuleiten. Nebenbei können sie bei uns ihre Sprachkenntnisse auffrischen, da im Sommer bei uns viel Englisch gesprochen wird durch unsere zahlreichen WWOOFer aus aller Welt.

Anforderungen an den/die FÖJlerIn:Andrea Huehner
Fähigkeit und Wunsch nach Einarbeitung selbständig zu arbeiten, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und hohe soziale Kompetenz. Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und umzusetzen. Bereitschaft für überwiegend körperliche Arbeit im Freien und Mitarbeit am Wochenende. Führerschein erwünscht. Nur Nichtraucher/innen.

Sonstige Hinweise:
Die FÖJlerInnen sind in einem separaten Haus untergebracht, welches sie mit einem jungen festen Mitarbeiter sowie während der Vegetationszeit mit allen auf dem Hof anwesenden Praktikanten und WWOOFern teilen (Hausgemeinschaft).

Das Frühstück findet morgens mit dem ganzen Team bei den „Hofeltern“ statt und mittags wird gemeinsam in der SEDUS Werkskantine gegessen (vegetarisches Vollwertessen möglich).

Der Urlaub sollte überwiegend im Winter genommen werden.
Zum besseren gegenseitigen Kennenlernen ist ein Probearbeitstag erwünscht.

Unsere beiden Plätze sind für 2017/2018 bereits belegt. Bitte schickt uns keine Anfragen mehr.

________________________________________________________________

Weiterführende Infos zum Freiwilligen ökologischen Jahr:

www.foej.de und www.foej-bw.de

Presse Carla LauraPressebericht zum FÖJ auf dem Eulenhof Zwei Wochen auf dem Eulenhof haben ausgereicht, um den bisherigen Studienwunsch von Carla Olbrich zu kippen: Biochemie hatte die 19-Jährige aus Tübingen, die seit dem 1. September ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Gemüsegärtnerei in Dogern absolviert, ursprünglich studieren wollen. „Mir wurde klar, dass man dabei viel zu viel Zeit drinnen verbringt, ganz anders als hier.“ Draußen sind Carla Olbrich und ihre FÖJ-Kollegin Laura Kauz tatsächlich beinahe den gesamten Tag über: Egal ob sie auf dem Wochenmarkt Gemüse verkaufen, mit dem Fahrrad Bestellungen ausliefern oder auf dem Feld Kohlköpfe ernten. (Südkurier, 13.10.15)

Bericht über ein FÖJ-Seminar, Juni 2015
Sophia schreibt: Wir haben mit 20 FÖjlern eine Schutzhütte und eine Himmelsliege auf der Nordseite des Feldbergs gebaut. Dazu gehört, buddeln und betonieren der Fundamente, sägen, schleifen, hämmern, nageln, und immer wieder alles austarieren. Erstaunlich, was man mit einer Gruppe ungelernter, aber motivierter Kräfte schaffen kann. Am Ende wurde unsere Arbeit mit einem super Essen und einer Einweihungsfeier gewüdigt. Das Ganze hat wirklich Spaß gemacht, vor allem, weil man am Ende sehen konnte, was man geschaffen hat.

Bericht über ein FÖJ-Seminar, Juni 2012 
Nass und dreckig? Geht schon. 16 junge Leute aus ganz Baden-Württemberg bauen auf dem Felsele Waldspielplatz zwei neue Attraktionen. 

Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg

Sophia, FÖJ 2014/15

wwoofer rheinMeine Beweggründe für ein FÖJ waren dieselben, wie von den meisten anderen. Ein Jahr lang draußen aktiv werden, mit zupacken und dabei praktisch lernen. Auf dem Eulenhof kann das auf jeden Fall umgesetzt werden.

Mein FÖJ begann im September 2014 – Hochsaison. Ich hatte erstmal keine Ahnung von irgendetwas und war immer dankbar, wenn man mich Kartoffelsäcke oder Tomatenbeutel abpacken ließ, denn das konnte ich mit der Zeit auch richtig schnell. (Arbeitseffizienz ist eines der Dinge, die man als FÖJler auf dem Eulenhof auf jeden Fall lernt.) Lieferscheine schreiben, Hühner am Abend nicht vergessen, EBCO mit zum Frühstück nehmen, Christiani vor dem Frühstück raus stellen… es gibt einiges, das man vergessen kann. Und auch der Markt war erstmal eine reine Verwirrung…so viele Nummern…und die Schweizer konnte man auch nicht verstehen. Allerdings waren Ihlena, Ulli und Markus immer geduldig und nachsichtig mit uns und so haben wir bald Routine bekommen. Außerdem wurde die Arbeit mit der Herbstzeit weniger.

Lydia, FÖJ 2014/15

lydia rettichHalli Hallo,

ich bin Lydia, 20, eigentlich aus Berlin und war vom letzten September (2014) bis heute (01.09.2015) auf dem Eulenhof in Dogern und habe dort mein FÖJ gemacht.

Von der Großstadt aufs Land, das klingt vielleicht für den einen oder Anderen komisch, aber es war die richtige Entscheidung! Der Schwarzwald hat es mir angetan!

Ökiglück 2015

Ich hatte das Glück im öki-glück auf dem Eulenhof in Dogern arbeiten zu dürfen! Das Öki-Glück Maya Oekiglueck
ist ein Einsatzstellentausch während des FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr). Ich konnte den Alltag in einer biologischen Gemüsegärtnerei kennenlernen - habe gejätet, gepflanzt, geerntet und auf dem Markt mitgeholfen.

Carla, FÖJ 2015/16

Nun endlich, nachdem mein FÖJ auf dem Eulenhof schon fast 4 Monate vorbei ist, habe ich endlich die Zeit gefunden, mein Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Angefangen hat es mit einem Wanderwochenende, organisiert von Lydia und Sophia; den alten FÖJs. Das war ein guter Einstieg, um Laura (meine Mitföjlerin), Ulli und Markus und natürlich Chrissi kennenzulernen. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, in einem Jahr an der Stelle von Lydia und Sophia zu stehen :) carlaaufsteller2 Small

Die ersten Wochen waren dann schon eine echte Herausforderung. Ich war immer froh, wenn ich die Lieferung an die Edekas ausfahren konnte, um mal eine kleine Pause von der Hektik beim Richten zu bekommen. So viel, was man sich merken muss, so viele neue Eindrücke und Menschen. Doch dank dem ganzen Team, inklusive Wwoofern, die am Anfang mehr wussten als ich, fand ich mich mit der Zeit ein. Es dauert seine Weile, doch irgendwann hat man den Dreh einfach raus und man hat Zeit, noch viele andere Dinge zu lernen, die über die alltäglichen Arbeiten hinaus gehen.

Mein Jahr auf dem Eulenhof war natürlich geprägt von all den lieben Menschen. Fangen wir an mit Ulli und Markus. Zwei tolle und unglaublich nette Menschen mit extrem viel Vertrauen und fast grenzenloser Großzügigkeit, außerdem einem großen Wissen und in Ullis Fall einem Hang zur bestmöglichen Arbeitseffizienz, den man teilweise übernimmt und so schnell nicht wieder los wird :) 

Laura FÖJ 2015/16

Aller Anfang ist schwer! Alles ist neu und ich hatte keine Ahnung von nichts auf dem Eulenhof. Aber nach meinem FÖJ kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass das wohl die beste Entscheidung gewesen war und der Eulenhof eine ausgezeichnete Wahl.Laura Roogen Small

In den ersten Wochen kam viel auf mich zu und ständig kam eine Frage wie: "Passen 3 Kilo Tomaten in eine mitlere Steco?( Ja am Anfang gab es noch Stecos) " Ohje müssen Ulli und Edith die Augen verdreht haben, denke ich mir im Nachhinein. Doch man lernt sich mit der Zeit in das Richten ein und Ulli und Edith bewiesen eine Menge an Geduld. Irgendwann übernimmt man die effiziente Arbeitsweise von Ulli J

Nach zwei Wochen Markt vorbereiten, durfte ich dann mit Ulli auf meinen ersten Markt. Endlich habe ich verstanden, warum ich was wie und warum richten sollte. Mit den Nachbarständen verstand man sich schnell gut und auch die Kunden waren offen und freundlich. Welchen Markt ich nie vergessen werde, ist der am 23.12.15 an dem wir über 20 Kilo Feldsalat verkauft hatten! Ob es im Sommer Erdbeertörtchen gab oder im Winter leckeres heißes Wasser, haben mir die Märkte immer sehr gefallen und viel Spaß gemacht.