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Newsletter vom Oktober 2015

Liebe Freunde und Kunden des Eulenhofs,

vor einiger Zeit hat die EU hat ein wunderbares Programm ins Leben gerufen: das Schulfruchtprogramm. „Die Europäische Union möchte Kinder bei der Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Ernährungsverhaltens unterstützen und diesen vermitteln, dass Obst und Gemüse nicht nur gesund sind, sondern auch lecker schmecken. Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die EU ihren Mitgliedsstaaten jährlich insgesamt 150 Millionen Euro zur Kofinanzierung von Obst- und Gemüselieferungen an vorschulische und schulische Einrichtungen zur Verfügung.“

Schon im vergangenen Jahr haben wir den Dogerner Kindergarten und die Hans-Thoma Grundschule in Tiengen beliefert. Zu unserer großen Freude sind in diesem Schuljahr noch ein weiterer Kindergarten (Kindergarten Sonnenblume in Schachen) sowie drei Schulen (Werkrealschule in Tiengen, Carl-Heinrich-Rösch Schule und Sprachheilschule in Waldshut) dazugekommen. Wir finden dieses Programm sehr unterstützenswert und freuen uns, dass Bioobst und -gemüse verstärkt Einzug in Schulen und Kindergarten hält. Die 75%igen Finanzierung durch die EU macht es für wirklich jede Einrichtung möglich! Es wäre schön, wenn noch viel mehr Einrichtungen teilnehmen würden. Unsere Lieferkapazitäten sind noch nicht erschöpft :=)

Und auch die Firma EBCO in Albbruck unterstützt die Versorgung der Mitarbeiter/innen durch Bioobst: zweimal die Woche beliefern wir Ebco mit Obst, welches die Firma kostenlos ihren Mitarbeiter/innen zur Verfügung stellt.

So werden unsere Verkaufsaktivitäten immer vielfältiger. Selbstverständlich gehen wir auch gerne auf eure persönlichen Wünsche ein. Wer mal eine Biokiste ausprobieren möchte, kann dies jederzeit tun. Ich lege sehr häufig Rezepte bei, die für eine kreative Verarbeitung des Gemüses sorgen können :=) Einfach Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und wir liefern freitags die Kiste.

Und damit wir euch auch den langen Winter über mit unserem eigenen Gemüse versorgen können, bauen wir gerade eine große Kühlzelle, um all die herrlichen Wintergemüse schonend für euch zu lagern. Unsere neuen Felder tragen prächtig, so dass wir eine reiche Herbst-/Winterernte haben werden. Im Hinblick auf die neue Kühlzelle haben wir deutlich mehr angebaut und zwar nicht nur Kohl, Sellerie u.ä., sondern auch Kürbis. Ihr werdet also noch lange unseren Hokkaidokürbis oder auch den Butternutkürbis genießen können.

Die Presse war in den letzten Tagen bei uns auf dem Hof. Der ein oder die andere hat den ausführlichen Artikel vielleicht bereits am 6. September im Südkurier gelesen. Alle anderen finden den Artikel sowie weitere Presseberichte auf unserer Website (http://eulenhof-dogern.de/index.php/presse). Es lohnt sich immer wieder, unsere Website zu besuchen. Neben zahlreichen Wwoofer-Berichten findet ihr immer wieder unter Aktuelles Neues rund um Bio oder unseren Garten.

Newsletter vom September 2015

Liebe Freunde und Kunden des Eulenhofs,

und schon wieder ist ein Sommer vorbei. Die Gurkenpflanzen lassen langsam die Köpfe hängen, aber dafür leuchten die Kürbisse und die Kohlköpfe und auch die Weißen Rüben strecken schon ihre Knollen raus.

Und wie jedes Jahr um diese Zeit hat unser FÖJ-Wechsel stattgefunden: Lydia und Sophia ziehen weiter ins Studium und Carla und Laura haben vor einer Woche angefangen, beide frisch von der Schule kommend.

Viele fleißige Hände haben dafür gesorgt, dass wir eine so üppige Sommerernte hatten und auch eine reiche Herbst-, Winterernte haben werden. Menschen aus aller Welt, die meisten unter 25 Jahren, haben für vier oder mehr Wochen kräftig mit angepackt; von Japan bis Mexiko und England bis Israel. Die Wwoofer sind vom Hof nicht mehr wegzudenken. Wir genießen das internationale Leben sehr!

Und noch reicher ist unser Hofleben geworden durch die drei Flüchtlinge, die auch mit uns arbeiten: Anabela aus Nigeria, Qerim und Ismet aus dem Kosovo. Alle drei haben unser Leben noch bunter werden lassen und heiße Diskussionen entbrannten beim Bohnenpflücken oder Tomatenausgeizen über die Flüchtlingspolitik.

Und endlich haben wir im September ein Projekt umgesetzt, welches wir in unserem Jahresurlaub im Februar beschlossen haben: wir haben ein Lastenrad bauen lassen, mit welchem wir ab sofort Ware innerhalb von Dogern ausliefern sowie viele Wege, die wir sonst mit dem Auto machen würden, mit Pedalpower hinter uns bringen möchten. Das Fahrrad fährt mit Naturstrom, wenn die Ladung zu schwer ist :=)

Apropos Naturstrom: habt ihr mal darüber nachgedacht, euren Stromanbieter zu wechseln und euren Strom ökologisch zu beziehen? Ihr findet Formulare dazu in unserem Hofladen oder einen Link direkt auf unserer Website.

Schaut euch überhaupt mal die Website an: dort findet ihr neben vielen Wwoofer-Berichten und Fotos auch den aktuellen FÖJ-Bericht von Lydia sowie Fotos vom Lastenrad unter Biokiste und Informationen zu Biogemüse unter Aktuelles. Es lohnt sich immer mal wieder, auf der Website zu stöbern (www.eulenhof-dogern.de).

Newsletter vom 1. März 2015

Liebe Kundinnen und Kunden,

Die neue Saison hat begonnen: in den letzten Wochen haben wir bereits Schnittsalat, Spinat und Ruccola gepflanzt sowie Kohlrabi, Rotkohl, Blumenkohlund Weißkohl. Jetzt hoffen wir auf stabiles, möglichst frostarmes Wetter, damit alles schön wächst und gedeiht.

Unsere im späten Herbst eingestallten Hühner legen nun, wie Ihr sicherlich schon festgestellt habt, wieder viele große Eier (auch wenn ab und an noch Mini-Eier darunter sind :=), die sich größter Beliebtheit erfreuen. Sorgen bereitet uns jedoch der extrem schleppende Verkauf vor allem der Hähne. Von vielen von Euch haben wir sehr positives Feed-back auf die Aufzucht der Hähne bekommen (Hänsel- und Gretel Ei) und Ihr seid gerne bereit, die 2 Cent Solidarzuschlag zu bezahlen. Jedoch der Absatz der Hähne gelingt kaum (Hintergrund zur Erinnerung: Sinnvoller Verzicht des Schredderns oder Vergasens von „Brüdern“ der Legehennenküken und Aufzucht der „Brüder“).

Wir sind aber auf euch angewiesen. Wir können solche Projekte nur initiieren und durchführen, wenn Ihr mitmacht und regelmäßig Hähne und Suppenhühner kauft. Im Dezember stallen wir wieder neu ein, was bedeutet, dass dann wieder 500 Hähne großgezogen werden würden. Wenn wir aber bis zum Sommerunsere jetzigen Hähne nicht verkauft bekommen, können wir dieses Projekt nicht mehr weiterlaufen lassen und müssen nach neuen Lösungen suchen, was wir sehr schade fänden. Denn noch gibt es keine vernünftigen Alternativen zum Bruderhahn. (Gute Zweinutzungshühner gibt es noch nicht und auch eine Geschlechtserkennung im unbebrüteten Ei ist auch noch nicht möglich).

Der Appell an euch: kauft Hähne und auch Suppenhühner! Ein Hahn bzw. Huhn wiegt ca. 1 kg und ist auch für einen 2 Personen Haushalt gut zu verarbeiten. Den ein oder die andere schreckt es, dass er oder sie ein ganzes Huhn kaufen muss. Aber sind Euch die Transportwege und Abfallketten klar, die stattfinden müssen, damit Ihr nur die reinen Brüste beim Metzger bekommen könnt? Vom Verkauf von nicht „edlen“ Geflügelteilen auf dem afrikanischen Kontinent durch europäische Steuergelder subventioniert ganz zu schweigen.

Geflügel hat nun mal neben der Brust auch Flügel und Schenkel, die sich wunderbar in einer Hühnersuppe, im Hühnerfrikassee oder indisch zubereitet mit Kokosmilch und Curry oder in dutzenden anderen Variantenverwerten lassen. Mit einer Geflügelschere hat man das Huhn rasch zerkleinert und kann es leckerst zubereiten.

Newsletter vom 30. November 2014

Liebe Kundinnen und Kunden,

wir können jetzt Anfang Dezember auf ein sehr gutes Anbaujahr zurückschauen. Wir haben einen neuen großen Acker in die Nutzung einbezogen und haben jetzt genügend Fläche um eine weitgestellte Fruchtfolge zu praktizieren und gleichzeitig auch noch große Flächen mit 2-jährigem Kleegras ruhen zu lassen.

Neu war in diesem Jahr auch, dass wir von den Kleegrasflächen große Mengen kleingehäckseltes Gras in unsere Folienhäuser gefahren haben, um dort Tomaten, Gurken, Auberginen, Melonen und Paprika zu mulchen und damit einerseits zu düngen und andererseits das Bodenleben unter diesen Pflanzen extrem zu begünstigen und damit Folgekulturen einen sehr lebendigen  Boden zur Verfügung zu stellen.

Außerdem haben wir auf etlichen Feldern Ringelblumen (Calendula) zwischen unsere Pflanzen gesetzt um Nützlinge zu begünstigen und dies war optisch sehr schön und auch bezüglich der Schädlingsminimierung ein sichtbarer Erfolg.

Wir wenden uns aber heute mit einer großen Bitte an die Fleischessenden in unserer Kundschaft: Bitte kauft unsere Hühnchen und Bruderhähne.

Unser Kundenstamm in der Direktvermarktung auf Märkten, im Hofladen, bei den Biokisten und auch den Wiederverkäufern wird immer größer und der Absatz unseres Gemüses und der Eier ist kein Problem. Problematisch ist aber der Fleischabsatz. Uns ist bewusst, dass die Preisunterschiede bei Gemüse, Obst, und Eiern nicht so groß sind zu konventionellen Preisen wie dies beim Fleisch der Fall ist. Dieser Preisunterschied hat aber nichts mit einem größeren Gewinnstreben in diesem Segment zu tun sondern hängt mit den extrem unterschiedlichen Bedingungen der Tierhaltung im ökologischen und konventionellen Landbau zusammen. Völlig im Gegensatz zu den Aussagen der Fleischwirtschaft haben sich die Haltungsbedingungen in der konventionellen Landwirtschaft gerade bei Geflügel und Schweinen in den letzten Jahrzehnten nicht verbessert, sondern sehr zu Ungunsten des einzelnen Tieres verschlechtert. Ein Beispiel: Heutzutage leben Masthähnchen durchschnittlich 30 – 34 Tage und erreichen in dieser Zeit ein Gewicht von 1,5 – 1,8 kg. Sie leben dabei in einer Enge, die höher ist als in der mittlerweile verbotenen Käfighaltung  und bekommen, wie ein Monitoring in NRW festgestellt hat, in neun von zehn Fällen Antibiotika dem Futter zugemischt, um diesen Irrsinn knapp fünf Wochen bis zum Schlachten zu überstehen. Mehr dazu beispielsweise auf  http://albert-schweitzer-stiftung.de/

Wir wissen, dass auch im Biobereich vor allem in der industriellen Biolandwirtschaft nicht alles in Ordnung ist und sind deshalb  Mitglied beim BIOLAND Verband, der unserem Empfinden vom Umgang mit Tier, Pflanze und Boden am Ehesten entspricht. Hier ein Link zum Thema Tierhaltung bei BIOLAND:  http://www.bioland.de/ueber-uns/bioland-themen/voller-einsatz-fuer-bestes-tierwohl.html

Jetzt aber zurück zu unseren konkreten Bemühungen im Tierbereich, die die strengen Bedingungen von BIOLAND noch übertreffen:

Wir halten „nur“ 500 und nicht die erlaubten 3000 Hennen.

Wir halten Hähne mit in der Hühnergruppe, da dies positiv für die Rangordnung  ist und der Auslauf besser genutzt wird, da Hähne die Hühnergruppe auch in die entfernteren Bereiche locken.

Wir lassen beim BIOLAND Kollegen mit den 500 Legehennen auch deren 500 „Brüder“ aufziehen, da wir das Vergasen bzw. Schreddern männlicher Eintagsküken ablehnen.

Wir halten unsere Hennen mind. 15 Monate statt der üblichen 12 Monate, was den Bedarf an neuen Legehennen in der Summe verringert.

Wir bieten den Hennen mehr Platz als in den Richtlinien vorgeschrieben und haben deshalb kaum die sonst oft beschriebenen Probleme mit Federpicken.

Wer Eier isst muss wissen, dass dafür auch Legehennen irgendwann geschlachtet werden müssen, und wer das Töten von Eintagsküken ablehnt und Fleisch isst, sollte auch darüber nachdenken, ob er nicht auch diese Bruderhähne kaufen sollte anstatt seinen Fleischbedarf woanders zu decken.  Das Fleisch dieser Bruderhähne hat zugegeben nicht die Eigenschaften von Masthähnchen, da bei der Zucht von Legehennen die „Brüder“ nicht berücksichtigt werden; hier konzentriert sich die Zucht ganz auf die weiblichen Tiere. Das Fleisch unserer Bruderhähne kann aber wie das von Hühnern toll zu Ragout oder Coc-au-Vin, geschmort oder zu Suppen verarbeitet werden. Wir geben beim Kauf gerne Rezepte mit.

Wir haben kürzlich extra für das Fleisch der Bruderhähne und Hühnchen für über 6000 Euro einen Tiefkühlraum gebaut, den wir gerne, sobald das Fleisch verkauft ist, als Kühlraum für Gemüse im Plusbereich nutzen würden – bitte helfen Sie uns durch den Kauf von Geflügel, unsere Bestände abzubauen. Sie dürfen diese Mail auch gerne weiterverbreiten, wo immer Sie dies für sinnvoll erachten und Menschen, denen Tierwohl wichtig ist, die aber Fleisch essen, angesprochen werden können.

Wir verkaufen unsere Hühner für 7,50€/kg und die Bruderhähne für 9,90€/kg. Ohne Gewinnerzielungsabsicht müsste ein Bruderhahn aber ca. 17€/kg kosten – die Differenz versuchen wir über den Hänsel&Gretel Eiersoli in Höhe von 2 Cent zu erlösen. Sie erhalten unser Geflügel entweder ohne Vorbestellung am Freitag während der üblichen Verkaufszeit im Hofladen oder auf Vorbestellung jederzeit z.B. am Markt, in der Biokiste oder zur Abholung im Hofladen. Mail bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel.: 07751-2080018.

Wir erwarten für die Zukunft, dass männliche und weibliche Tiere schon vor dem Bebrüten technisch unterschieden werden können und dann auf die Aufzucht verzichtet werden kann; bis dahin sehen wir aber zu unserem Hänsel-Gretel Projekt keine Alternative.

Als Anlage erhalten Sie außerdem noch eine Preisliste für Rindfleisch des mit uns befreundeten Hof Gasswies, der auch noch im Dezember schlachtet. Die nächste Fleischausgabe ist am Freitag, den 12. Dezember zwischen 17.00 und 18.30 Uhr im Schlachthüsli in Grießen.

Auch unser Naturkostgroßhandel Rinklin bietet auf Weihnachten Fleisch an (s.Anlage). Bestellungen bitte umgehend per Mail an uns. Die Abholung ist möglich am 22. und 23. 12. bei uns in Dogern, bzw. am 24.12. in Waldshut am Marktstand.

Wir freuen uns auf zahlreiche Bestellungen.

Newsletter vom 15. September 2013

Wir bemühen uns seit Jahren, auf unserem Hof in verschiedenen sozialen und ökologisch wirksamen Bereichen besonders zu sein. Nachfolgend stellen wir Ihnen ein Projekt aus dem Bereich Tierschutz vor, welches wir mit Ihrer Unterstützung umzusetzen möchten:

Bislang werden auch in der biologischen Hühnerzucht die Hähne direkt nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet, da sie weniger Fleisch als Masthähnchen ansetzen und deshalb "unwirtschaftlich" sind. Wir wollten bei dieser aus unserer Sicht unnötigen Kükentötung nicht mehr mitwirken und haben die "Brüderküken" der von uns eingestallten Legehennen von einem BIOLAND Betrieb aufziehen und erst nach 18 Wochen schlachten lassen. Diese Hähnchen bieten wir Ihnen ab sofort als Tiefkühlhähnchen im Hofladen freitags an. Auf Bestellung können Sie die Hähnchen auch an anderen Tagen nach Absprache bei uns kaufen.

Da die "Bruderhähne", wie oben beschrieben, bei der Mast wesentlich weniger Gewicht zunehmen als übliche Masthybriden, ist auch für uns deren Aufzucht zunächst unwirtschaftlich, da wir über den Verkaufspreis des Fleisches die Aufzuchtkosten nur zu ca. 50 % erlösen können, denn sonst wäre das Fleisch unbezahlbar. Bei uns kostet ein "Bruderhahn" 9,90€/kg. Unsere Alternative ist deshalb ein Eierpreis mit Solidaritätszuschlag. Er soll dazu beitragen, die Aufzucht der männlichen Legehennenküken zu finanzieren. Der Solidaritätszuschlag wird 2 Cent pro Ei betragen.

Wenn Sie jetzt denken, da werden die Tiere ja auch geschlachtet, wenn auch nicht direkt als kleines Küken nach dem Schlüpfen, haben Sie natürlich vollkommen recht. Sie müssen dabei allerdings bedenken, dass diese aufgezogenen Hähnchen die sonst zusätzlich ausgebrüteten Masthybriden ersetzen. 1,6 Mio. männliche Küken werden alleine im Biobereich in Deutschland jährlich am ersten Lebenstag "entsorgt".

Eine Alternative zum frühen Töten der Küken wäre das Erkennen männlicher Küken schon vor dem Brüten, aber soweit ist man technisch noch nicht.

Eine andere Alternative wäre die Verwendung von sogenannten "Zweinutzungshühnern", aber auch hier ist man noch ganz am Anfang, da sich die Züchter von Legehennen jahrzehntelang nur mit der Optimierung der Legeleistung und der Eierqualität beschäftigt haben und darüber die "Brüder" vergessen haben bzw. einseitig die Zucht von schnellwachsenden Masthybriden voran getrieben haben, die ihrerseits auch wieder nur bedingt für tierschutzgerechte Aufzucht in Biobetrieben geeignet sind.

Dort, wo Eier von Zweinutzungshühnern produziert werden, muss der Verbraucher bislang aufgrund der schlechten Wirtschaftlichkeit von Hühnern und Hähnen in der Regel über 50 cts. pro Ei bezahlen. Für die Zukunft sehen aber auch wir in der Züchtung und dem Einsatz von Zweinutzungshühnern die beste Alternative.

Neben der Aufzucht der "Bruderhähne" haben wir in der letzten Woche auch Hähne zu unseren Hühnern mit eingestallt, damit diese für ein "familiäres" Miteinander in unserem Hühnerstall sorgen. Eine natürliche Folge ist ab jetzt aber, dass manche Eier einen Keimfleck haben, der vom Bespringen des Hahns herrührt, bäuerlich erfahrenen Menschen auch bekannt als "Hahnentritt". Früher sind auf Höfen immer Hühner und Hähne gehalten worden, heute ist dies auch auf Biohöfen völlig unüblich geworden, weil, wieder wie oben, "unwirtschaftlich".

Machen Sie mit bei der Auswahl eines Namens für unsere neuen Eier - der Geflügelhof Rothäusle, der unseren Naturkostgroßhändler RINKLIN beliefert und auch einen Teil der "Bruderhähne" mit aufzieht, nennt diese speziellen Eier "Hennen Gockel Ei". Denkbar wären aber auch Tierschutzei oder Eulengockelei - für weitere originelle Ideen sind wir dankbar. In einem Wettbewerb suchen wir eine Bezeichnung für unsere besonderen Eier. Mailen Sie uns Ihre Ideen anDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Namensgeber erhalten von uns ein originelles Geschenk als Dankeschön.

Vor Jahren haben viele Menschen der Bio-Bewegung mit bewusstem Verhalten zu Veränderungen in der Landwirtschaft beigetragen. Kein Tier darf wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit getötet werden - mit dem von uns erhobenen Solidaritätszuschlag können Sie einen Beitrag zum "tierwürdigen" Leben leisten.

Noch legen unsere neuen Hühner vereinzelt Eier, aber bald werden es wieder mehr werden - wir würden uns freuen, wenn Sie auch weiterhin mit einem guten Gewissen Eier bei uns kaufen und in Ihrem Umfeld Werbung für unsere besondere Hühnerhaltung machen würden. 

Hühnchen und "Bruderhähnchen" können Sie immer als Tiefkühlfleisch freitags im Hofladen oder auf Vorbestellung an jedem anderen Tag bei uns bekommen.